Mittelrheinpokal 2016

Gültige Wettstreitbedingungen beim Musikwettstreit 2016 um den 3. Mittelrheinpokal der Naturtonfanfarenzüge/ Junior Cup der Naturtonfanfarenzüge/ Gemischte Klasse beim Fanfarencorps Grün-Weiß Spay 1985 e.V.



1. Bedingungen zur Teilnahme am Musikwettstreit


Zur Ermittlung der Ergebnisse ist ein Durchgang (Bühnenspiel) erforderlich. Die Darbietung soll
20 Minuten nicht überschreiten aber mindestens 10 Minuten beinhalten.

Das Startgeld muss jeder Starter vor der Wertung beim Veranstalter entrichtet haben.


2. Allgemeine Richtlinien für die Bewertung


2.1. Auf und Abgang von der Bühne werden nicht bewertet.

2.2. Die Form des Dirigierens bleibt dem Stabführer überlassen.

2.3. Bei allen Darbietungen darf im Sitzen gespielt werden.

2.4. Übernahme und Abnahme der Instrumente werden beim Gesamteindruck mit bewertet.

2.5. Zugelassene Besetzung:

2.6.M. Zugelassen (MITTELRHEINPOKAL) sind alle Naturtonblechblasinstrumente. Eine Kombination der Instrumente bzw. Stimmungen ist zugelassen. Schlagwerkinstrumente nach Belieben. Die Verwendung von Ventilen, Überblaslöcher, Klappen, technische oder mechanische Hilfsmittel und sonstige Vorrichtungen, die die Länge der effekliv klingenden Luftsäule im Instrument verändern, sind nicht zugelassen.

2.6.J. Zugelassen (JUNIOR CUP) sind alle Naturtonblechblasinstrumenle. Eine Kombination der Instrumente bzw. Stimmungen ist zugelassen. Schlagwerkinstrumenle nach Belieben. Die Verwendung von Ventilen, Überblaslöcher, Klappen, technische oder mechanische Hilfsmittel und sonstige Vorrichtungen, die die Länge der effekliv klingenden Luftsäule im Instrument verändern, sind nicht zugelassen.

INFO JUNIOR CUP: Altersbegrenzung: Spielberechtigt sind alle Vereinsmitglieder Jahrgang 1995 und jünger.
Es können bis zu maximal 3 Spielleute über der Altersbegrenzung eingesetzt werden.
Das Alter des Dirigenten/Stabführer ist freigestellt. Mit der Anmeldung müssen namensbezogene Besetzungslisten mit Geburtsdatum der Spielleute eingereicht werden.

2.6.G. Zugelassen (Gemischte Klasse, Hermann König Gedächtnis Pokal) sind alle Schlagwerkensembles, Spielleuteensembles, Naturtonensembles, Schalmeienensemble, Marching Bands.

2.7. Die Wertung beginnt und endet nach Verständigung zwischen Dirigent/Stabführer und Wertungsrichter.
2.8. Es wird ein Einspielstück von ca. 2 Minuten gestattet.


3. Wertungsarten


Es werden folgende Wertungsarten bewertet:

a.) Intonation/Stimmung (soweit anwendbar)
Stimmung der Instrumente, das richtige Treffen und Halten von Tönen, Tonreinheit.

b.) Rhytmus und Zusammenspiel
Umsetzung des rhythmischen Charakters eines Musikstückes. Rhythmik ist ein grundlegendes Strukturelement von gleicher Bedeutsamkeit wie Melodie und Harmonie. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Zusammenspiel. Die Zeitaufstellung, d.h. das Verhältnis der einzelnen Töne zueinander.
Die Schwere, d.h. das Verhältnis der Töne und Betonung [schwer-leicht) das bei der zeitlichen Gliederung stets fühlbar mitspricht und auf den körperlichen Bewegungsempfindungen (Herz-, Puls-, Schrittgefühl) beruht.
Das Zeitmaß, dass die Geschwindigkeit des musikalischen Ablaufs und damit die tatsächliche Dauer der einzelnen Notenwerte regelt.

c.) Technische Ausführung/ Bewältigung Schwierigkeitsgrad
Der Schwierigkeitsgrad sollte stets im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit des Ensembles stehen. Überforderung sollte tunlichst vermieden werden. Leichtere Musiktitel fehlertrei vorgetragen haben einen höheren Hörgenuss als schwierige, mit vielen Fehlern behaftete Musiktitel.
Hier wird auch berücksichtigt, inwieweit das Ensemble durch Fehlen wichtiger Instrumente (z.B.Stabspiele, Pauken) den Schwierigkeitsgrad „umgangen“ hat.

d.) Dynamik und Klangbalance
Dynamik ist die Differenzierung der Tonstärke (Lautstärke), Ausnutzung der dynamischen Palette und Elemente auf allen Instrumenten.
Klangbalance beschreibt den sinnvollen Ausgleich, zwischen den verschiedenen Instrumentengruppen. Räumliche Anpassungsfähigkeit.

e.) Ton- und Klangqualität
Tonqualität ist abhängig von der technischen Schulung (z.B. Atmung, Ansatz, Schlagtechnik) des Musikers. Klangqualität bewertet das Zusammenspiel (Klingen) des gesamten Ensemble.

t.) Phrasierung und Artikulation
Phrasierung ist die Gliederung eines Stückes, d.h. die dem musikalischen Sinn gemäße Abgrenzung und Verbindung der Einzelteile (Motiv, Phrase, Periode) aus denen ein zusammenhängender Satz besteht. Dieses ist die Vorbedingung für den sinnvollen Vortrag des Musikstückes.
Artikulation ist die Kunst sinnvoll zu gliedern und durch die Art der gegenseitigen Abgrenzung einzelner Töne (Akkorde) Ausdruck zu verleihen.

g.) Tempo und Agogik
Einhaltung und Gleichmäßigkeit der gewählten oder vorgegebenen Tempi.

h.) Oualität der technischen Ausführung/Stückwahl
Mit diesem Kriterium werden die zuvor genannten Punkte zusammengefasst und ein Gesamturteil zur technischen Schulung wiedergegeben.

i.) Stilempfinden und Interpretation
Einhaltung und Bewältigung der Notation unter Berücksichtigung möglicher sinnvoller künstlerischer Freiheiten. Nähe zum Original bei Transkriptionen oder Bearbeitungen. Interpretation und Gestaltung eines Musikstückes. Ausgewogene und angepasste instrumentale Besetzung.
Mit einer der Epoche und Musikrichtung entsprechenden Stilistik.

j.) Gesamteindruck
Wirkung der Darbietung, musikalısch sinnvolle Aufstellung der Gruppe, Instrumentengerechte Haltung der Instrumente.

k.) Stabführung/Ausführung und Zeichengebung
Die Zeichengebung (freigestellt) mit dem Tambourstab müssen klar, deutlich und konsistiert sein. Das optische Setzen von Orientierungspunkten muss klar erkennbar sein.


l.) Reaktion des Ensembles
Das Ensemble muss auf die Zeichen erkennbar reagieren, d.h. die Kommunikation mit den Musikern muss deutlich spürbar sein. Dies gilt nicht nur für die Auf- und Abnahme der Instrumente, sondern auch für die musikalische Führung. (z.B. Tempoverzögerung, sowie das Ausführen der unterschiedlichen Elemente des Stückes)

m.) Haltung/Gesamteindruck
Der Dirigent/Stabführer zeigt Ausstrahlung durch eine ansprechende und ästhetische Körperhaltung, sowie kompetentes und konstant sicheres Auftreten während des Vortrages.


4. Rangliste/Punkterechnung/Richtlinien


a.) In jeder Wertungsart wird bis maximal 10 Punkte gewertet(Zehntel-Punkte).

b.) Das Urteil der Wertungsrichter ist unanfechtbar.

c.) Das Startgeld beträgt 30,00 Euro pro Start.

d.) Die Wertungszettel werden bei der Siegerehrung ausgehändigt.

e.) Besondere Richtlinien für Ausspielung der Wanderpokale: Die Wanderpokale erhält derjenige Verein, der nach Addition die Höchste Punktzahl aus den Bewertungen erhalten hat. Bei Punktgleichheit entscheidet die bessere Punktzahl in der Wertungsart Stabführung bei der Bühnenwertung.
Die Wanderpokale sind beim nächsten Wettstreit unaufgefordert an das Fanfarencorps Grün-Weiß Spay 1985 e.V. zurück zu geben.

f.) Nach dem Bühnenspiel findet ein Wertungsgespräch statt.

g.) Die Unterhaltung mit den Wertungsrichtern während der Wertungsspiele ist nicht gestattet.

h.) Durch die Anmeldung erklärt sich jeder Verein mit den Bedingungen einverstanden.



Wer die Wertungsrichter 2016 sind erfahrt Ihr nach Festlegung hier:

Dieter Adam
Ulrich Schons



Erstmals erstellt: 06.12.2015 Letzte Änderung: